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Cyberwar und die nächste Runde für die Zensur

auch unsere Bundesregierung wird unbewusst schlauer, was die Argumentation zur Einführung geeigneter Zensurtechnologie betrifft.

 http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesregierung-beschliesst-Cyber-Sicherheitsstrategie-1195666.html

 Es ist sicherlich unumstritten, dass das Internet ein hart umkämpfter Raum ist. Die veröffentlichten Zahlen und Meinungen sind durchaus stimmig. Aber kommen wir zur notwendigen Infrastruktur dieses zu verhindern. Die Rede ist klar, dass Erkenntnisse aus aktuellen Angriffen gegenüber "Staatlichen" Institutionen genutz werden sollen um den "Bürger" vor der gleichem zu schützen. Wichtig wäre hierbei auch, dass man gerade Systeme mit dem gleichen Setup / Betriebsystem entsprechend schützt.

Soweit ist der Gedanke ja löblich die Realisierung stösst aber juristisch und moralisch an seine Grenzen. Technisch erfordert es nicht unbedenkliche Mechanismen.

Das wird und muss die Diskussion um Internetzensur neue entflammen. Es ist sicherlich richtig, dass der Schutz im Internet voran getrieben werden muss. Es müssen aber Mechanismen geschaffen werden, welche die freie Informationbeschaffung, Meinungsäusserung und auch die Privatsphäre etc. nicht Gefärden oder manipulieren.

 Um es auf den Punkt zu bringen. Ein Schutz, wie er aktuell dargestellt wird, zentral gesteuert und mit Eingriff in die "Kommunikation" der Geräte u.a. basierend auf Konfiguration und eingesetzter Software ... Dieses erfordert Methoden und Techniken die im Wiederspruch zur Ablehnung gegen Internetzensur, Schäuble 2.0 etc. stehen.

Dazu ergeben sich wieder Frage, die man klar beantworten und abhandeln muss.

Es müssen z.B. Daten erhoben werden, die viele gar nicht bereit sind heraus zu geben. Was geht es dritte an, welche Software auf dem eigenen Arbeitsrechner installiert ist? Wo und wie soll ein potentieller Angriff abgefangen werden? Lässt sich dieser Mechanismus Zweckentfremden?Wie transparent ist es für den Benutzer, dass illegale Aktivitäten erkannt wurden und er oder andere entsprechend gesperrt wurden?

Es ist durchaus wichtig, für jeden einzelnen, darüber informiert zu werden, welche Seiten er ggf. nicht mehr aufrufen kann, welche Zugriffe geblockt wurden um illegale Handlungen zu verhindern. Eine solche Regelung erfordert allerdings auch, dass der gesamte Datenverkehr überwacht, analysiert und ggf. verhindert wird.

Man sollte sich als normaler Bürger nicht vorstellen, dass dieser Schutz eine gewisse Barriere darstellt, welche das Eindringen  von aussen verhindert. Das kann i.d.R. schon der kleiner DSL Router zuhause.Sondern, man muss explizit den Inhalt prüfen, den der Anwender z.B. per Internetbrowser bewusst oder unbewusst anfordert. Was wiederum zu einer geänzlichen Kontrolle führt.

 Sollte die Lösung darauf basieren, dass die Datenkommunikation anhand erkannten Angriffsszenarien gegenüber öffentlichen "Systeme" reguliert wird. Besteht ein hohes Risiko, dass genau eine solche Infrastrukur für eine Zensur eingesetzt werden kann.

  Es gibt allerdings gute und geeignete Firewall Lösungen, wie man solche Angriffsszenarion verhindern kann. Diese Lösungen schützen auch den Anwender durch Schadcode unbewusst zum Täter zu werden. Es sollte hierbei vielleicht über eine Pflicht der eigenen IT Absicherung nach gedacht werden, die für alle so verpflichtend ist, wie der Tüv am Auto.

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