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Der Apfel, der Store und die, die nicht über die Hintertüre Kundendaten abgreifen dürfen.

Wo fängt man bei dem Thema am besten an? Da war eine Firma, die auf den Zug mit onlineBooks aufspirngen wollte. Nennen wir diese Firma Sony. Diese entwickelte fleissig eine App, um deren Bücher für das iPhone, iPad etc. zu verkaufen. Soweit so gut. Nur der Verkauf sollte ohne Apple statt finden. Soweit so gut.

 Warum sich darüber aufregen? Apple ist millionen schwer genug, als dass den kleinen Umsatzverlust nicht verkraften könnte. Kaum ist die Diskussion vorbei, schwellt der nächste Aufschrei der Presse... Apple ändert deren Abo Service und will natürlich über deren Store Geld verdienen. Diese Änderung ist allerdings nur zum Vorteil des Endbenutzers und dessen Privatsphäre.

 Das mag erstmal nicht logisch erscheinen. Jetzt weiss ja Apple alles, was ich so kaufe und lese und nutze. Richtig, aber Apple gibt diese Informationen auch nicht weiter. Und hier kommt es zum Bruch mit den klassischen Medien "Verlage". Diese behaupten, Apple hätte bestehende Verträge aufgekündigt, was so nicht stimmt. Apple hat eine neue Abo Technik eingesetzt, welche Sie sich auch versilbern will. Das kann man Apple noch nicht mal verdenken.

Was wollen die Verlage aber wirklich? Adresse, denn genau damit handeln die Verlage, weil Sie anders nicht überleben können. Oder womit erklärt sich sonst, dass nach dem Einwurf einer Postkarte in eine Auto ("Dieses Auto können Sie Gewinnen" Gewinnspiel der Bild am HB München) mit meinen Kontaktdaten (schlau wie ich bin, habe ich genau dafür einen Prepaid Handyvertrag, genau so wie die unzähligen Visitenkarten mit in wenigen Wochen nicht mehr gültigen Address und Rufnummer Daten für die Cbit.), unzählige anrufe folgen, dass ich hier und da mit gemacht hätte,  den Preis nicht gewonnen habe aber mit einem Abo von BAMs z.B. eine Woche Türkei bekommen würde. Ja, das war nun ein lange Satz.

Genau solche Dinge kommen vor und bei diesem Spiel macht z.B. Apple nicht mit. Sie geben die Käuferdaten nicht weiter. Wer das nicht glaubt, der sollte diesen Artikel lesen:

Interview mit dem VDZ Geschäftsführer

Wer es ganz genau liest, hört heraus, dass es in erster Linie um Kundendaten geht. Kundendaten, welche sie nicht mehr bekommen würden. Falsch allerdings an seiner Aussage ist, dass die Verlage keine direkte Verträge mehr abschliessen dürfen. Apple sieht dies durchaus vor, verpflichtet jedoch den Vertragspartner dazu, dass der Content auch über den Appstore direkt beziehbar sein muss und hier eine Marge von 30% fällig wird.

Und jetzt komme ich als Kunde.... ich möchte nicht meine Anschriften, versteckte Einverständnisse an Hinz und Kunz verbreiten. Apple hat mich im übrigens bisher in Ruhe gelassen mit irgendwelcher Werbung. Meine Medien, mp3s kann ich ohne wesentlichen Tam Tam auf zig Geräte syncroniseren. Man gönnt sich ja schließlich neben iPad, Iphone Macbook, iMac nichts. und da soll alles funktionieren. Sony, hat mich damals mit ihrem DRM massiv auf die Probe gestellt und dabei verloren. Achja, heute gibt es das DRM in Sony Mobiltelefone nicht mehr.

 Alles was ich als Kunde will ist, meine Privatsphäre, und ein Tool, das einfach funktioniert. Die Verlage können sich noch so auf den Kopf stellen. Ich kaufe ggf. anonym eine Papierversion aber auf keinen Fall online Content irgend eines Verlages. Es nervt mich ja schon, dass die offizell gekaufte Zeitschriften gespickt mit Werbung sind!

 Aber ein ganz wichtiger Aspekt aus Consumersicht ist wohl:

Ich vertraue lieber 2-3 Unternehmen, die mich bisher nicht enttäuscht haben, als dass ich mein Vertrauen in "20" weitere Verlage lege und darauf hoffe, dass das so bleibt. Die Wahrscheinlichkeit sinkt dabei mit jedem weiteren "Vertragspartner". Will ich also aus einer potentiellen Gefahr des Datenmissbrauches, eine Gewissheit machen?


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