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Ein halbes Pfund Gammel, eine Brise Dioxin ..

und trotzdem sind die Lebensmittel immer noch zu teuer. Ein schöne Aussage eines Reportes kürzlich, der meinte: "In erster Linie provozieren die Konsumenten den Missbrauch und Betrug mit Ihrer Preiswahl."

Der Hintergrund der Sache: Für die Futtermittelindustrie werden u.a. Fette eingesetzt sowohl pflanzliche als auch teilweise tierische. Aus dem gleichen Rohstoff werden auch Fette für die Industrie gefertigt. z.B. für Schmierstoffe etc. Diese sind i.d.R. durch die Produktion höher mit Dioxin belastet. Die Produktion der Fette unterscheidet sich nicht unerheblich und ist für Lebensmittel um einiges teuerer.  In kleinen Mengen dem Futtermittel zugemischt ist es kaum Messbar. Kontrollen sind offensichtlich nicht häufig und umfangreich genug. Und irgendwann, reicht es halt nicht mehr um die Produktionskosten zu decken. Der Gewinn ist zum Überleben nicht mehr ausreichend.... also mehr vom billigen Fett verwenden.

 Vor dem Euro kann ich mich an einen Eipreis von 30 Pfennig erinnern. Wären auf 10 gerechnet 3 DM, ganz grob umgerechnet etwa 1,50 EUR  vorgestern flatterte mir ein Werbezettel ins Haus wonach der 10er Pack Eier für 0,99 zu bekommen sei. Woanders liegen die 10 Eier bei ca. 1,5 EUR. Bei meinem Landwirt des Vertrauens kostet das Ei inzwischen 25 Cent / Stück. Die ca. 20Cent die mir ein Frühstück mehr kostet, ist s mir irgendwie Wert. Vo alle, weil ich weiss, dass seine Hühner mit eigens geschroteter Frucht sowie im Sommer die Hühner draussen um den Hof herum Ihre Nahrung suchen.

 Gerne ziehen die Menschen das knapp gewordene Geld als Ausrede, warum man immer möglichst billig die Lebensmittel besorgt. Aber sind wir doch mal ehrlich,

in Deutschland geht es niemandem so schlecht, als dass man auf qualitativ hochwertige Lebensmittel verzichten müsste. Auf die Spielekonsole, Zigaretten und Alkohol hingegen könnte man leicht verzichten.

Für mich gilt zunehmend, dass meine Lebensmittel aus einem mir bekannten Quellen direkt von Erzeuger stammen. Entsprechend die Marge in erster Linie beim Landwirt selber bleibt. Denn als ich das erste mal in Hamburg erkennen musste, dass die Butter aus einer Molkerei in meiner Heimat, dort billiger ist als hier vor Ort, begannen meine Zweifel an der Marktwirtschaft und dem Handel an für sich.

 Jeder Konsument kann es für sich steuern, ob und welche Produkte er kauft. Aber er muss ggf. auch die Zeche dafür Zahlen. Wenns auch nur in Form eines Gifts ist, weils halt billiger war. 

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