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Der Datenschutz fängt schon im Wartezimmer an

Gequält durch schlimmste Erkältung musste ich heute doch noch meinen Arzt aufsuchen. Was sah ich da im Wartezimmer? Adressdaten in feinster Güte. Und Nebenläufig auch noch  ein Rückschluss auf seine Patienten. 

Die vermeintlich gute Tat war eine Unterschiftensammelaktion gegen weitere Etatkürzungen durch die Krankenkassen. Soweit so gut. Hinterlassen sollte man hierbei Vorname, Nachname Anschrift Geburtsdatum und seine Unterschrift.

 Das Ding lag einfach so im Wartezimmer herum. Da ich ausnahmsweise mal überpünktlich da war, hatte ich auch ungestört Zugang zu den mehreren Seiten an "Patientendaten" nebst Unterschrift. Also nicht nur, den reinen Vor und Zunahmen. 

Dass man hiermit genug Schindluder betreiben kann, die heute Technik machts einem nicht schwer, sollte den Lesern einleuchten. Meinem Hausarzt habe ich nur kurz demonstiert, dass ich mit Handy schnell die Daten hätte ablichten können.

Zu welchem Zweck ich diese dann Zweckentfremde ist eine andere Sache. Da ich am heutigen Tag neben Radiologen auch noch einen Pneumologen aufsuchen durfte, stolperte ich gleich 3 mal über eine solche Unterschriftenliste.

 Also erinnert ruhig auch mal die Leute einer vermeindlich guten Tat daran, nicht unzählige Seiten an "Stammdaten" öffentlich zugänglich zu präsentieren, davon abgesehen unbeaufsichtigt für "Jedermann" zugänglich aus zu legen.

 Denn beim Radiologen und Pneumologen war ich ein "Jedermann" im Vergleich zu meinem Hausarzt. Solche Unterschriftenlisten finden sich immer wieder zu unzähligen Anlässen. Zukünftig hinterfrage ich es auf jeden Fall, wie zuverlässig und Gewissenhaft man mit diesen umgeht.

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