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Weihnachszeit = Spendenzeit

kaum wird es abends dunkel, schon kommen schlimme Bilder im Fernseher aus fernen Ländern wo andere grosses Leid erfahren. Man möge doch Spenden um anderen das Leid zu ersparen.

 Was oft übersehen wird, dass es sich hierbei häufig um Zweckgebunden spenden handelt.

Was ist an Zweckgebunden Spenden so schlimm? Am besten ist es wohl mit dem Zunami vor einigen Jahre erklärt. Viele Hilforganisationen wurden damals gegründet. Man roch wohl förmlich das Geld. Fast jeder Fernsesender hatte neben einer Beteiligung an einer gemeinschaftlichen Spendengesellschaft noch seine eigene Spendenverwaltungsgesellschaft.

  Sowie so gut.  Ist ja erstmal ganz toll, wenn sich die Fernsehanstallten zusammen tun um Kosen zu sparen und möglichst schnell zu spenden. Die Spenden waren aber Zweckgebunden für die Opfer des Zunamis. Die damals ausrückende Hilfsorganisationen wie Caritas, Rotes Kreuz etc. (also die üblichen verdächtigen) haben die wesentliche Arbeit geleistet, weil Sie schlicht weg die Infrastruktur genau dafür schon Jahr zehnte lang geschaffen haben.

Was war dann das Problem? Man musste ja Helfen und verfrachtete Krempel in die Flugzeuge und verfrachtet dieses in die betroffene Gebiete. Das Ergebnis: Die Flughäfen vor Ort waren überfüllt mit warmen Decken, Pullovern Jacken (in einem Gebiet wo es i.d.R. 30° und wärmer war.) Die wirklich notwendigen Dinge wie Medikamente, sauberes Wasser, Nahrungsmittel etc. etc. konnte nicht mehr angeliefert werden, weil die Flughäfen überfüllt mit Krücken und Rollstühlen waren.

Natürlich gab es damals auch noch Probleme mit korrupten und skrupellosen Helfern die sich die Hilfsgüter teuer bezahlen liessen oder gar eine Weitergabe verhinderten.

Aber kommen wir zurück zu den Zweckgebunden Spenden. Während die typischen Hilfsorganisationen freie ungebundene Spenden im eigenen Ermessen genutzt haben um den Betroffen zu helfen und somit ab der ersten Minute in der Lage waren, zu helfen. Dem entgegen standen viele andere Hilfsorganisationen die auch Jahre später noch geklärt hatten wem nun welche Zuwendungen zustehen. Warum sind aber Zweckgebunden Spenden so Hipp?

Dazu muss man sich ein wenig mit dem Spendenrecht befassen. Ganz sallopp gesagt, jeder e.V. vor allem allgemeinnützig sowie Spendenorganisation sind i.d.R. nicht steuerpflichtige Gesellschaften. Genauer, die Spendeneinahme und Verwaltung z.B. Zinsen sind nicht steuerpflichtig. Es gibt natürlich auch steuerpflichtige Umsätze z.B. in Form von Bewirtungseinnahmen, Mitgliederbeiträge usw.

 Ausserdem fallen mit einer solchen Gesellschaft auch Aufwände an, die nicht Ehrenamtlich abgegolten werden müssen. So z.B. die Buchführung, Vermögensverwaltung usw. usw.

Für solche Tätigkeiten dürfen natürlich externe Unternehmen wie Steuerberater oder eigene Angestellte eingesetzt werden. Der Verwaltungsaufwand darf natürlich einen gewissen prozentualen Satz nicht überschreiten. Meines Wissens für D. ca. 10% 

 Das Dumme nun an diesen Zweckgebunden Spenden, wird das Geld für den angegebenen Zweck nicht mehr benötigt, darf es nicht mehr umgenutzt werden und liegt somit brach. Dann bringt es letztendlich nur noch dem Verwalter etwas. Es mag sich nun jeder seine eigene Phantasie darum bemühen, warum gerade Unterhaltungsgesellschaften nicht unwesentlich davon profitieren könnten. Werbefile erstellen, teuere Werbezeit verkaufen, hinterher das Geld verwalten....

Ich kann hierbei nur folgende URL jedem Spendenwilligen ans Herz legen:

http://www.charitywatch.de/

 Meines Meinung nach sind das Rote Kreuz, die Caritas, das SOS Kinderdorf  3 ausreichende Organisationen bei welchen man sehr universell Spenden kann. Ausserdem soll man nicht an X Gesellschaften Spenden sondern an so wenige wie möglich um die Verwaltungsaufwände möglichst gering zu halten.

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