Allgemein - Einträge für Dezember 2010

  • Dezember, 2010
  • Krieg, Tod, Talk Show

    Wie schallts von der Höh? Hollera duliö. Und wieder stinkts bis zum Himmel.

    Wenn der Kerner mit dem Theo eine Sendung macht, dann wird dies in erster Linie eine Selbstinszenierung ohne Mehrwert. Es soll ja nicht respektlos gegenüber den Soldaten sein, wenn man hier Kritik übt. Es ist wohl eine schwierige Aufgabe und man muss durchaus den Soldaten Respekt zollen, dass sie diese gefährliche Aufgabe erledigen. Ob man nun dafür oder dagegen ist, spielt hier noch keine Rolle.

     Interessant ist der Informationsgehalt der vor Ort Sendung. Auf der einen Seite werden die Einflüsse auf die Soldaten erläutert und die Gefährlichkeit des Einsatzes geschildert. Wie Familien um Ihre Väter bangen, Soldaten schlecht unterstützt werden und mit Ihrem posttraumatischen Belastungssyndrom quasi allein gelassen werden. Das ist ja alles in Ordnung. Entspricht sicherlich auch der Wahrheit und ist verständlich dramatisch für die Beteiligten.



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  • Sommereifen sind besser als Winterreifen?

    Kürzlich wollte mir jemand erzählen, dass Sommerreifen besser sind als Winterreifen.

    Die weichere Mischung sei das Problem, weshalb also ein Winterreifen auf trockener Fahrbahn immer schlechter sei als ein Sommerreifen. Damit wollte man mein Argument, ab 7° Grad wird es Zeit sich mal über Winterreifen Gedanken zu machen. Genauer gesagt, ab 7° sollte es einem der Menschenverstand vorschreiben welche zu verwenden, entkräften.

     Nunja zu dieser These gabe es leider keinen Nachweis, wer welche Reifen und wann gegeneinander getestet habe. Die 7 Grad wären ja nur ein Marketing Gag der Reifenindustrie. Sommereifen würden bis -15° optimal haften...

     Auch hierfür keinen Nachweis, dass es so sei. Ich bestreite nicht, dass Sommerreifen nicht exakt bei 7° die Haftung rapide verlieren. Aber bei 7° unter Tags kann es nachts auch mal gefrieren. Meine Erfahrung war dann auch, wenn es mal nur noch 7 ° draussen hat, dann ist der Winter nicht mehr weit und man muss halt mal mit Schnee, Reiff etc. rechnen. Und da taugt halt ein Sommerreifen häufig nichts mehr. Da meine Sommerreifen zum Winter hin gut abgefahren sind, können die rein vom Profil her gesehen bei Nässe gar nicht mehr so gut haften wie ein neuer Winterreifen aus dem Laden.

     Trotzdem hat mich die Frage, trotz sehr mageren und unzureichender Datenbasis interessiert, ist der Sommerreifen wirklich so viel besser?

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  • Quote um jeden Preis ?

    Der tragische Unfall bei Wetten dass ...? wurde ja nur zu gut in den Medien breit getreten.

    Hies es da von einigen Zeitschriften und Journaliste, dass der ZDF nur für die Quote diese Wette zugelassen habe. Stellen die Macher als Verantwortlungslos hin. Im Auto zappte ich durch 3 Kanäle durch und hörte 3 Statements die ich hier kurz wieder geben möchte, Soweit ich das noch zusammen bekomme.

     Beim SWR wurde die Medienarbeit kritisiert. Sinngemäss wurde gesagt: Dass sich der ZDF richtig verhalten hat. Die Aufnahmen gestoppt, die Show abgebrochen, der Kameramann seine Kamera weg schwenkte und Thomas Gottschalk wohl die richtigen Worte gefunden habe. Es sei aber heuchlerisch, wenn die Presse Bilder des Unfalles auf der 1. Seite veröffentlichen und von Quotenjagd sprechen, welche zuvor das Format als überholt Langweilig und veraltet titulierten.

     Ein anderer Kommentar dementierte, dass hier bewusst ein höheres Risiko eingegangen wurde mit Referenzen zu anderen und teilweise älteren Formaten wie z.B. Wünsch Dir was 1971 als ein schweizerische Familie per Rettungstaucher gerettet werden mussten, oder Uri Geller schockiert in einer Show zusehen musste, wie eine Darstellerin / Zauberkünstlerin aus einem Wasserbecken gerettet werden musste, in dem Sie drohte zu ertrinken. Stefan Raab wurde ebenfalls mit seinen Shows aufgezählt und seinem Mounteinbike sturz.

     Und der dritte Kommentar hielt fest, dass einem Stuntman das Risiko eigentlich bewusst sein sollte und von daher keine Regelung durch Laien notwendig sei. 

     3 Statements denen  kaum etwas hinzu zu fügen habe ausser:

     Samuel Koch möge die Sache unbeschadet überstehen. Dieser und andere Unfälle gehören sicherlich zum Leben dazu und wer ein solches Risiko eingeht, muss auch mit den eventuellen Folgen leben. Ich sehe jedoch auch nicht die Schuld beim ZDF. In der heutigen Zeit wo alles getopt werden muss. Egal wie dämlich, gefährlich oder eckelig. Denn sonst kann man die Zuschauer nicht mehr locken. Es liegt also mal wieder an jedem einzelnen, der jetzt ggf. mit dem Finger auf angebliche Verantwortliche zeigt, aber solche Sendung  ohne derartige Nummern gar nicht gesehen hätte.

  • Deutschland friert.

    Frauen kann man nicht verstehen. Und mit Logik  darf man diesen Wesen auch nicht kommen. So also 2 dieser Sorte gegenüber im Bus. Sie klagten das Leid der frierenden. Mit High Heels, auch für den Sommer eigentlich sehr kurzen, Rock und Strumpfhose.

     Mich hat es nicht wirklich gewundert, dass die Damen fröstelten. Auf die, offensichtlich nicht ernst gemeinte Frage, was man wohl gegen diese Kälte tun könne, flutschte mir die Antwort: "Wärmer anziehen raus".

     Den Blicken zu urteilen, war dies nicht das, was die Damen erwarteten...

    Wer schön sein will, muss halt leiden. 

  • Alle Jahre wieder...... Völlegefühl

    Gute Kunden sind ja eigentlich was tolles. Meine Lieblingskunden bereiten mir jedoch jährlich Bauchschmerzen. Wer mich kennt, weiss das man mich "leider" mit gutem Essen immer hinterm Ofen vor locken kann. Aus dem Sekretariat wurden mir dann die diesjährigen Gourmet Terminplanung offenbart.... da waren sogar Kunden bereit Ihre Termine nach meiner Verfügbarkeit zu richten. Sollte man kaum für möglich halten, was die so alles tun um mich zu quälen.

    Worauf ich mich schon mal freue:

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  • Schützt endlich unsere Fernseher Part 2:

    Wie kürzlich hier bemängelt: Gibt es durchaus Gründe die neuste RTL "Reality Soap" kritisch zu hinterfragen.

    Sehr aufreisserisch  wird hier ein Problem thematisiert, allerdings die Ernsthaftigkeit der Sache irgendwie vergessen. Ich bin nun kein Jurist, halte allerdings das Anlocken eines potentiellen Täters zu einem Treffen nicht als straffähig. Nur damit da kein Irrtum entsteht. Ich stehe nicht auf der Seite von Pädophilen ganz im Gegenteil. Ich sehe es aber als absolut fragwürdig an, ob man mit einem äusserst sensiblen Thema wie Kindesmissbrauch für mehr Überwachung und Transparenz der Bürger, werben sollte?

    Nachdem sich einzelne wohl offensichtlich beschwert hatten und natürlich eine Diffamierung in der Öffentlichkeit verhinderten, denn man war ja bei RTL nicht so gründlich um die angeblichen Täter ernsthaft unkenntlich zu machen, musste nun Herr Schily her halten um in einer Wiederholung von Wiederholungen die Frage zu manifestieren, Ja ist das nun Oper oder Täterschutz. Ausgerechnet mit jenem führt man ein Interview, der in Punkto Sicherheit, Internetszensur und Bürgerntransparenz so oder so schon seine Lorbeeren eingesammelt hat? Da hilft es meiner Meinung auch nicht, wenn man eine handvoll positiver "Rückmeldungen" Zuschauerreaktionen im Abspann einblendet. Das macht es nicht seriöser und glaubwürdiger.

     Und nochmals, ich habe durchaus etwas gegen pädophile Gewaltverbrechen. Und für den Schutz davor muss man definitiv etwas tun. Aber eine öffentliche Auspeitschung und Hexenverbrennung ändert nichts und ist auch der falsche Weg. Das hilft weder dem Täter noch dem Opfer. Und wenn die Frau "Ich will unbedingt ins Fernsehen und andere öffentlich diskreditieren, aber mich wollte niemand in seiner Sendung haben" , noch so sehr mit offensichtlichem Genuss die Herren vor führt. Es hilft niemanden. Die Frage, wie aktiv die Herren in die Venusfalle gelockt wurden, das bleibt wohl ein Geheimnis von RTL. Fakt ist, dass die potentiellen "Täter" damit wohl noch nicht belangt werden können. Also der Angst schürende Schlussatz "Wir werden die Akte der Polizei übergeben" in etwa so sinnlos ist, wie die ganze Serie selbst. Eventuell schürt es nur die Angst und führt zu noch aggressiveren Formen des sexuellen Missbrauches. Will es hier gar nicht weiter ausmalen und somit zu keiner Inspiration führen.

    Interessanterweise bemerkte auch die gute Dame, dass den Tätern Ihre Schuld oft gar nicht klar ist. Ein Fakt, den man als diskreditierenden Vorwurf ausnutzte. Danke für die Stimmungsmache. Siehe Wiki, spricht man da ja auch von psychischer Störung: http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie und für manchen ist ggf. dieser Absatz sehr interessant: Frage der Freiwilligkeit und man sollte sich auch die Frage überlegen, wann denn heutzutage die Reife eingetreten ist. Vor einer nicht all zu langer Zeit, (ich gebe zu, habe ich aus einem anderen Blog und dem Geschichtsunterricht) wurden "Kinder" schon mit 13 -15 vermählt. Was jedoch nicht das Herfallen "mit 50iger" über kleine Kinder, legitimieren soll. Ich habe mich auch schon zuvor über die recht einseitige Darstellung der Täter ausgelassen. Wo sind denn da die pädophilen Frauen geblieben?

     Man sollte also durchaus annehmen, speziell wenn Experten zur Verfügung stehen wie: Stephanie zu Guttenberg und Julia von Weiler (Diplom Psychologin), dass man dies Wissen könnte zudem nicht derartig einseitig. Zudem ist mir bis heute unklar, was die Fragestellung teilweise Kreuzverhör von 2 Personen schlussendlich hätte ergeben sollen? Solche Personen als Abschaum der Gesellschaft diskriminieren und zusätzlich bloß stellen? Und was dann? Hat das Fernsehteam schon einen Kellerraum rausgesucht, wo Sie diese Spezie einsperren will weil unbelehrbar und eine Dauerhafte Gefahr? Oder werden Sie gleich in ein Fundament ein betoniert. Eines was auf Jeden Fall nicht zu erwarten war, dass der potentielle Täter schon mit der ersten Frage "einknickt" und sein falsches Handeln erkennt. Denn meistens sind solche Menschen auch mit einer Wahrnehmungsstörung belastet. Und in 1-2 Minuten, länger ging das Verhören offensichtlich nicht, lassen sich kaum Hintergründe erahnen und dem potentiellen "Täter" sein schuldhaftes, falsches Handeln vermitteln. Sofern das überhaupt möglich ist.

    Das Ende der Serie ist auf jeden Fall erreicht, und das ist auch gut so. Und es gab wohl auch berechtigte Kritik daran. Nur rein präventiv hat es meiner Meinung nichts gebracht. Die Internetzensur und Vorratsdatenspeicherung wird hoffentlich nicht kommen, zumal diese trotzdem gut genug umgangen werden kann.

    Bleibt also nur den Eltern zu sagen, redet mit euren Kindern interessiert euch "Wertungsfrei" für das, was sie tun. Und schafft eine, auf Vertrauen basierte, Beziehung. Dazu gehört wohl auch der offene Umgang zu Sexualität etc. und da muss wohl mach konservativer Mensch über seinen Schatten springen.  Und wer nun die Supernani kennt, weiss, dass mit Prügel, Missachtung und dragonische Strafen sowie Gebrüll und Geschrei ohnehin selten das erreicht wird, was man gerne hätte.

     Bei allem Gelaber stelle ich folgendes noch fest. Wer Sex hat verliert seine Unschuld. Entschuldigung aber warum trichtert man Menschen ein, dass die Sexualität etwas böses ist? Und man nach dem ersten mal Schuldig ist. Übertrage ich das auf ein zuvor jungfräuliches Sexualopfer, dann ist es hinterher mit Schuld behaftet?

    Bei dieser Definition hat doch wohl der Verstand ausgesetzt. Vermutlich gleich viel hat man sich darüber Gedanken gemacht, als man den Innocence in Danger e.V. gegründet hat. "Unschuld in Gefahr". Bei allem Verständnis zur Prävention aber fangen wir doch einfach mal damit an, dass sich Kinder nicht gegenüber den Eltern durch eingeredete Schuld schämen müssen.

    Schuldig im Sinne der Anklage denn ich hatte schon mal Sex.

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